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Brennholzselbsterwerb beim Förster

Brennholz selber gesägt und gespalten kann eine günstige Alternative zu gekauften Feuerholz sein. Grundsätzlich bieten die meisten staatlichen oder privaten Förstereien eine Möglichkeit beispielsweise so genanntes Waldrestholz, in Selbstwerbung für einen geringen Preis zu erwerben. Sägen lassen die Förster nur jemanden, der bestimmte Voraussetzungen erfüllt.

Der Motorsägenschein ist inzwischen auch bei den meisten privaten Waldbesitzer aus versicherungstechnischen Gründen obligatorisch. Wer diesen nicht hat, kann ihn in einem mehrtägigen Kurs bei verschiedenen zugelassenen Stellen erwerben, so zum Beispiel direkt im Forstamt, bei den Landwirtschaftskammern oder bestimmten Landschaftsbauunternehmen. Bereits bei diesem Kurs wird eine vollständige Schutzausrüstung mindestens bestehend aus Schnittschutzhose und Schnittschutzstiefel verlangt. Die meisten Förster kontrollieren diese ebenfalls, bevor sie Selbstwerber in den Wald lassen.

Je nachdem wie viel Feuerholz man für welchen Zweck gewinnen möchte, ist eine entsprechende Technik ratsam. Während sich der Brennstoffbedarf eines kleinen Kaminofens noch meistens mithilfe einer Motorsägen und eines Autoanhängers bewerkstelligen lässt, benötigt man für die effiziente Gewinnung größerer Mengen Brennholz entsprechende Technik.

Ein kleiner Schlepper mit Frontlader und ein landwirtschaftlicher Anhänger empfehlen sich hier. Das frisch eingeschlagene Holz hat noch erhebliche Feuchte und ist somit nicht direkt zum Verbrennen geeignet. Trocken ist das Holz erst nach etwa eineinhalb Jahren, so dass hierfür Lagerraum eingeplant werden muss.

Die vielen dünnen Äste der Krone eignen sich hervorragend als Anzündholz, jedoch ist ihre Aufarbeitung sehr zeit- und arbeitsintensiv, zudem fällt durch ihren höheren Rindenanteil mehr Asche bei ihrer Verbrennung an. Vor dem Gang zum Förster sollte man daher zunächst überprüfen, ob der Aufwand die mögliche Ersparnis rechtfertigt.

Holzleseschein bei der Kommune oder Stadt beantragen

Fortlaufend teurer werden Gas und Strom. Das Ende der Preisspirale ist noch nicht in Sicht.
Wer seine Kosten für das Heizen senken möchte und die entsprechenden Feuerungsstellen dafür hat, kann beispielsweise sein Kaminholz selbst sammeln. Wenden Sie sich an die Gemeinde- oder Stadtverwaltung Ihres Wohnortes und beantragen Sie dort einen Holzleseschein. Ist es in der Gemeinde nicht möglich, erhalten Sie dort die Anschrift des zuständigen Revierförsters, der Ihnen den Holzleseschein ausstellt.

Die Gültigkeit des Scheines kann von einem Monat bis zu einem Jahr dauern. Bevor Sie in den Wald gehen, sollten Sie mit dem Förster die Modalitäten des Sammelns besprechen. Nicht immer ist es möglich, in der Zeit von März bis Mai zu sammeln, da die Wildtiere mit ihren Jungtieren ungestört sein wollen. Sie dürfen das herrenlose Holz, bis max. sieben Zentimeter Aststärke lesen. Als Brennstoffsammler ist es Ihnen erlaubt von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Wald zu sein. Haben Sie genügend Leseholz zusammen, wird es am nächsten Waldweg aufgestapelt, damit der Förster Maß nehmen kann. Bezahlt wird für Raummeter und die Holzqualität. In der Regel liegen die Preise zwischen 10 und 30 Euro. Mit dieser Variante können Sie die Kosten für Ihren Brennstoff senken, da auch die Holzpreise in einem Brennstoffhandel teurer sind, als beim Selbsterwerb.

Brennholz – ein nachhaltiger Rohstoff

Fossile Energieträger wie Heizöl oder Gas sind schon seit einiger Zeit in die Kritik geraten. Zwar galten diese schon immer als umweltschädigend, werden sie dennoch schon seit vielen Jahren als alternative Brennstoffe bzw. als Ersatz für Holz genutzt. Nicht die Qualität oder Quantität der fossilen Rohstoffe machte sie in letzter Zeit so beliebt, sondern der Preis. Energieträger wie Gas, Öl oder Kohle sind im Vergleich zum ursprünglich einzigen Heizmaterial Holz um einiges billiger.

Das Material Holz gehört zu einem der ältesten Rohstoffe und Brennstoffe der Welt. Im Vergleich zu den schon erwähnten fossilen und nicht nachwachsenden Rohstoffen, besitzt das Holz auch noch eine Menge Vorteile. Beim Verbrennen ist das Holz CO2- neutral. Die Menge an freigesetztem Kohlenstoffdioxid entspricht genau der Menge, die der Baum während seiner Wachstumsphase in seinen Zellen aufgenommen bzw. der Luft entzogen hat.

Heute nutzt jeder vierte Haushalt in Deutschland Holz zum Heizen, sei es in Form von Holzpellets oder Holzhackschnitzel. Etwa eine Million Holzzentralheizungen, 14 Millionen Kamine und Kachelöfen sind in ganz Deutschland zu finden.